Vereinsgeschichte

Der Ilmenauer Rodelsport hat nun seit mittlerweile mehr als 100 Jahren Tradition.

Eine erste Vereinsgründung erfolgte schon 1908 als eine Unterabteilung des Wintersportvereins Ilmenau. Am 24. Januar 1912 erlangte der "Bobclub" seine Selbstständigkeit. Bobrennen wurden in den kommenden Jahren erstmals auf der Gabelbachstraße, später auf eigenständigen Bahnen ausgetragen. Durch die zwanziger und dreißiger Jahre hindurch errangen Sportler wie E. Heyge, W. Ender und R. Aschermann Titel für Ilmenau.

1950 entstanden die Sektionen "Empor", "Einheit", "Medizin", "Lok" und "Chemie" Ilmenau mit 160 Mitgliedern. In den Jahren von 1955 bis 1965 konnte "Empor" sich als stärkste Sektion der DDR etablieren. Insgesamt erkämpften sich die Ilmenauer zwischen 1952 und 1962 21 Meistertitel und 30 Titel in den Altersklassen.

Ilmenau wurde 1967 - 1970 zum Trainingsstützpunkt und 1970 Trainingszentrum unter Leitung von W. Merten. Bisherige Delegierungen von ca. 50 Sportlern erfolgten an das KJS/LLZ nach Oberhof.

In den Jahren von 1972 bis 2002 errangen Ilmenauer Rennrodler 15 olympische Medallien und über 80 Medallien bei Europa- und wWeltmeisterschaften.

1990 erfolgte eine Neugründung des Wintersportvereins 1990 e.V. und 1998 die Umbennenung in Wintersportverein Ilmenau 1908 e.V.. Zehn Jahre später, im Jahr 2000 spaltete sich der Rodelclub von WSV ab. Es wurde der eigenständige Verein Rodelclub Ilmenau e.V. ins Leben gerufen.

Seit 1999 betreiben Sportler aus Ilmenau nach langer Zeit wieder Bobsport. Andre Lange, der in Ilmenau mit dem Rodelsport begonnen hat, fährt seit 1993 Zweier- und Viererbob. Seit der Saison 2000/2001 starten Ilmenauer erstmalig auch in der Disziplin Skeleton.